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Was ist ein CO2-Fußabdruck und wie wird er berechnet?

Mobilität, Produktion, Konsum und Veranstaltungen verursachen den Ausstoß von Kohlendioxid, also CO2. Der CO2-Fußabdruck beschreibt die individuelle Menge an CO2, die ein Mensch, ein Unternehmen oder ein Projekt verursacht, also in die Atmosphäre freisetzt.

Der CO2-Fußabdruck wird in so genannten „CO2-Äquivalenten“ erhoben. Über diese Maßeinheit werden auch weniger bekannte Treibhausgase wie z.B. Methan oder Lachgas in eine äquivalente CO2-Menge umgerechnet.

CO2OL bietet seinen Kunden die Möglichkeit, individuelle CO2-Fußabdrücke berechnen zu lassen. Für Geschäftskunden oder Organisationen und Gruppen bietet CO2OL individuelle und detaillierte CO2-Bilanzen für ihr Unternehmen, Veranstaltungen, Hotel, Produkt etc, die anfallende Emission, Sparpotenziale und mögliche Kompensationsmaßnahmen ausweisen.


Was bedeutet klimaneutral?

Klimaneutral sind Handlungen, die entweder per se keine Treibhausgas-Emissionen verursachen oder deren CO2-Emissionen ausgeglichen werden.

Die Grundidee ist simpel. Klimaneutral wird eine Flugreise beispielsweise dann, wenn das dabei ausgestoßene CO2 an anderer Stelle zum Beispiel durch Wachstum von Vegetation wieder aufgenommen werden kann.

Wer ein Projekt klimaneutral betreiben möchte, sollte zunächst vorhandenes Einsparpotenzial voll ausschöpfen. Erst danach macht es Sinn, die unvermeidbaren CO2-Emissionen durch Klimaschutzprojekte auszugleichen. Der Weg zur Klimaneutralität führt über drei Stufen: Analysieren, Reduzieren und Kompensieren. Wenn Ausstoß und Aufnahme sich die Waage halten ist die CO2-Bilanz neutral - klimaneutral!


Welche Möglichkeiten habe ich, mit CO2OL CO2 zu kompensieren?

CO2OL bietet zum Ausgleich nicht weiter reduzierbarer CO2-Emissionen neben Zertifikaten aus Erneuerbaren Energien Projekten, vor allem Zertifikate aus hochwertigen Aufforstungsprojekten an, die vor Ort von uns selbst projektiert und betreut werden.

Für CO2-Zertifikate aus CO2OL Wäldern gilt: Klimaschutzprojekte durch Aufforstung müssen nicht nur durch einen transparenten Zertifizierungsprozess gehen, sondern neben dem nachweislichen Beitrag für das Klima auch zusätzliche Nutzen, so genannte „Co-Benefits“ erfüllen. Dazu zählen nicht nur flankierende Sozialprogramme und die Integration der lokalen Bevölkerung, sondern auch die Sicherstellung weiterer Umweltvorteile wie beispielsweise die Förderung der Biodiversität, des Boden- und Wasserschutzes.

Alle Projekte werden durch unabhängige dritte Organisationen wie z.B. der Rainforest Alliance und Smartwood regelmäßig geprüft und mit international anerkannten Standards für CO2-Projekte validiert.


Welche Vorteile bieten Aufforstungen gegenüber anderen Möglichkeiten der CO2-Kompensation?

Aufforstungsprojekte sind die einzige Möglichkeit CO2 wieder dauerhaft der Atmosphäre zu entziehen. Es handelt sich um direkte CO2-Bindung, d.h. es wird wirklich CO2 aus der Atmosphäre wieder heraus genommen und in Wälder verwandelt. Der Mensch hat es trotz fortschrittlicher Technik bislang nicht geschafft, diesen Kniff der Natur (´Photosynthese`) zu imitieren.

CO2-Zertifikate aus Erneuerbare Energien Projekte arbeiten nach dem Prinzip der indirekten Reduktionen, d.h. durch die Zertifikate werden CO2-Einsparungen andernorts finanziert, um selbst nicht reduzieren zu müssen. Oft wird dabei von hypothetischen Szenarien ausgegangen („Wieviel Kohle würde verheizt um Strom zu produzieren wenn wir diesen Staudamm nicht bauen würden?“).

Ein weiterer Vorteil sind die sogenannten Co-Benefits von Waldprojekten. Durch die Aufforstung in Mischkultur mit überwiegend einheimischen Baumarten wird ein neues biodiverses Waldsystem geschaffen, dass Lebensraum und Rückzugsstätte für gefährdete Tier- und Pflanzenarten bietet und außerdem wichtige Funktionen wie Erosions- und Wasserschutz erfüllt.

Zusätzlich bieten die Aufforstungen auch wichtige Vorteile für die lokale Bevölkerung in den Projektländern: Die Projekte schaffen für die größtenteils indigene lokale Bevölkerung langfristige und sichere Arbeitsplätze, Ausbildungsmöglichkeiten sowie ein faires Gehalt über dem gesetzlichen Mindestlohn.


Bietet CO2OL auch Kompensationsprojekte in Deutschland an?

Das Treibhausgas CO2 wirkt global, unabhängig davon, wo es auf der Erde entstanden ist und in die Atmosphäre entlassen wurde. Eine CO2-Emission, die in Europa entsteht, kann durch ein Klimaschutzprojekt auf der anderen Seite des Globus ausgeglichen werden. Die Menge an CO2 in der Atmosphäre ist überall nahezu identisch. Wo das CO2 nun kompensiert oder ausgeglichen wird, ist für die Verminderung der globalen Erwärmung irrelevant.

Da die Umwandlung von Kohlenstoff in Sauerstoff zum größten Teil in der Wachstumsphase des Baumes stattfindet ist die Geschwindigkeit des Baumwachstums von großer Bedeutung. Da tropische Hölzer sehr viel schneller als die Hölzer in europäischen Wäldern wachsen, kann durch die Anpflanzung tropischer Mischwälder in der gleichen Zeit eine größere Menge an CO2 gebunden werden.

Neben der Tatsache, dass es aufgrund der begrenzten Verfügbarkeit brachliegender, ungenutzter Flächen in Deutschland, die für eine Aufforstung in Frage kämen, schon schwierig wäre, großflächige Aufforstungen in Deutschland vorzunehmen, sind sich Klimaschützer einig, dass Aufforstungen auf der Nordhalbkugel der Erde sich tendenziell eher negativ auf das Klima auswirken. Dies hat damit zu tun, dass sie die Reflexion der Erdoberfläche verändern und neue Wälder in der nördlichen Hemisphere damit eher zu einer Verstärkung der Erderwärmung beitragen. Aufforstungen in den tropischen Breitengraden hingegen „kühlen“ das Klima, das sagen auch Experten des Max-Planck-Instituts in Hamburg.

Außerdem würden Aufforstungen in Deutschland - sofern sie den strengen Kriterien entsprächen- im Rahmen der nationalen Emissionsreduktion angerechnet. Würden also aus Aufforstungen oder sonstigen Kompensationsprojekten innerhalb Deutschlands Zertifikate vergeben, käme es zu deren doppelter Anrechnung.

CO2OL bietet daher keine Zertifikate aus Aufforstungsprojekten in Deutschland an. Mit dem Waldreservat "Wilde Buche" hat CO2OL jedoch für Unternehmen ein einzigartiges Schutzprojekt für seltene und alte Buchenwälder in Deutschland initiiert, welches wir in Kooperation mit dem B.A.U.M. e.V. durchführen. 

Die Buchenbestände im Waldreservat "Wilde Buche" sind mittlerweile zwischen 160 und 200 Jahre alt, entsprechend selten in Deutschland und werden seit vielen Jahren bereits konsequent geschont. Ziel dieses in Deutschland sehr seltenen Ansatzes ist der Aufbau alter Laubwälder, die die Funktionen der Urwälder wieder übernehmen können. Im Rahmen des Projektes werden diese urwaldnahen Buchenwälder zum Zeitpunkt ihres maximalen ökologischen (und ökonomischen!) Wertes stillgelegt und aus der wirtschaftlichen Nutzung genommen, zugunsten des Erhalts und Schutzes dieses ökologisch besonders wertvollen und seltenen Waldlebensraums. Neben der Förderung von Artenvielfalt, Wasserschutz und dem Schutz einer einzigartigen und selten gewordenen deutschen Landschaftsform, sind in dem uralten Baumbestand und Boden natürlich auch erhebliche Mengen an CO2 gespeichert.

Unternehmen können sich am Waldreservat beteiligen und eine Patenschaft über ein konkretes Waldstück im Schutzgebiet übernehmen. Mehr Informationen dazu erhalten Sie auf www.wildebuche.de oder auf Anfrage beim CO2OL-Team.


Wie wird die Qualität und das langfristige Bestehen der Wälder abgesichert?

Die CO2OL Aufforstungsprojekte werden vor Ort von uns selbst projektiert und betreut. Für CO2-Zertifikate aus den CO2OL Wäldern gilt: Klimaschutzprojekte durch Aufforstung müssen nicht nur durch einen transparenten Zertifizierungsprozess gehen, sondern neben dem nachweislichen Beitrag für das Klima auch zusätzliche Nutzen, so genannte „Co-Benefits“ erfüllen. Dazu zählen nicht nur flankierende Sozialprogramme und die Integration der lokalen Bevölkerung, sondern auch die Sicherstellung weiterer Umweltvorteile wie beispielsweise die Förderung der Biodiversität, des Boden- und Wasserschutzes.

Die CO2OL Projektflächen sind mit dem CarbonFix Standard, CCB Standard oder/und FSC Standard durch externe Dritte zertifiziert. Unabhängige Zertifizierer wie z.B. die Rainforest Alliance oder Smwartwood überprüfen regelmäßig, ob die Kriterien für ein qualitativ hochwertiges sowie sozial und ökologisch sinnvolles CO2-Forstprojekt erfüllt und nachweislich erbracht werden.

"Wirklich" gute CO2-Zertifikate aus Aufforstung von den marktüberschwemmenden billigen und oft schlechten zu unterscheiden ist für viele Unternehmen schwierig. DEN international anerkannten und praktikablem Prozess und Standard für die Bewertung von Forstprojekten zur CO2-Bindung gibt es bislang nicht. Bislang kann leider nur ein Ensemble verschiedener Standards gewährleisten, dass all diese wichtigen Kriterien erfüllt sind, denn kein Standard bildet alle Anforderungen gleichzeitig zufriedenstellend ab. Standards wie der VCS (Voluntary Carbon Standard) oder CarbonFix Standard fokussieren und belegen vor allem die tatsächliche CO2-Bindung eines Forst-Projekts. Andere Standards, wie z.B. der CCB Standard zielen ausschließlich auf die zusätzlichen sozialen und ökologischen Vorteile der Projekte ab.

Wir verfolgen daher den Ansatz der Mehrfach-Validierung unserer Projekte mit den erfolgreichsten Verfahren existierender Standards zur präzisen Berechnung der CO2-Bindung (durch Standards wie VCS oder CarbonFix) sowie sozialer und ökologischer Standards (z.B. CCB Standard). Der WWF unterstützt seit 2008 mit Veröffentlichung seines „Green Carbon Guidebook“ ein eben solches „Multi Standard Framework“, durch den wir uns in unserem Handeln vollumfänglich bestätigt fühlen.

(Leitfaden WWF „Forest Carbon Assessment Guide“ ist hier downloadbar)


Profitiert die lokale Bevölkerung von den Aufforstungen?

Die Flächen für die CO2OL-Aufforstungen werden sorgfältig ausgesucht. Wir setzen auf langfristige Partnerschaften mit den lokalen Gemeinden zum gemeinsamen Nutzen.

Die Waldarbeiter, die sich um Pflanzung und Pflege der Aufforstungen kümmern sowie die Baumschulen unterhalten sind ausschließlich Angehörige der lokalen Bevölkerung. ForestFinance ist mittlerweile langfristiger Arbeitgeber für über 50 Waldarbeiter in Panama und bietet der meist indigenen Landbevölkerung hier langfristige Einkommensmöglichkeiten aus nachhaltiger Forstwirtschaft und vor allem Fort- und Weiterbildung.


Welche Qualitäts-Standards kommen zum Einsatz?

Standards gibt es überall in unserem modernen Leben, z.B. DIN A4 für Papiergrößen. DIN steht dabei für Deutsche Industrie Norm und die hat sich international durchgesetzt.

Im Klimaschutz gibt es eben solche Standards, die die gute Praxis beim Klimaschutz- und CO2-Kompensations-Projekten sicher stellen sollen. Sie definieren für zahlreiche Projektarten wie Wiederaufforstung, Regenerative Energien, Vermiedene Entwaldung usw. Kriterien der Anwendbarkeit, Vorraussetzungen, Durchführungsbestimmungen, Geldtransfer, Transparenz und Berichtspflichten. Für unsere Wiederaufforstungsprojekte und CO2-Kompensation wenden wir den CarbonFix Standard an, der allgemein anerkannt und seit Jahren bewährt ist.

Der CarbonFix Standard ist weltweit führend im Bereich der Qualitätssicherung von Aufforstungen zum Klimaschutz (Baumpflanzungen, die CO2 absorbieren). Seit 1999 ist der Verein CarbonFix als akkreditiertes UN-Mitglied im Bereich des Klimaschutzes aktiv. Ende 2007 entstand mit der Unterstützung des Vereins die Initiative des CarbonFix Standards.

Die Aufforstungsprojekte mit CarbonFix Standard verfolgen außerdem das Ziel, Sozialleistungen in den Aufforstungsländern nachweislich zu erbringen. Um die Nachhaltigkeit des Aufforstungsprojektes sicher zu stellen und die Menge an gebundenem CO2 zu garantieren, wird die Zertifizierung der Projekte von einer unabhängigen, anerkannten Stelle durchgeführt (z.B. Rainforest Alliance). Der CarbonFIX-Standard ist international anerkannt (z.B. durch den WWF) und von der maßgeblichen Non-Profit Normvereinigung „International Carbon Reduction and Offset Alliance“ (ICROA) als vertrauenswürdig eingestuft.

Der CCB Standard bewertet Forstsprojekte in frühen Entwicklungsstadien und fördert die Integration von Methodik und sozialen Vorteilen in das Projektdesign und dessen Entwicklung. Durch den CCB Standard werden Projekte identifiziert, die zu gleich den Klimaschutz, die Unterstützung der lokalen Bevölkerung und die Erhaltung der Biodiversität zum Ziel haben. Die Vermarktung von Spitzenleistung und Innovation ist ein weiteres Kriterium. Außerdem sollen Risiken für Investoren abgeschwächt werden und Finanzierungsmöglichkeiten für Projekt Designer aufgezeigt werden. Ein Projekt wird vom CCB Standard akkreditiert, wenn alle Kriterien des CCB Standards erfüllt sind.

Für nachhaltige Forstwirtschaft wenden wir den Forest Steward Council (FSC) Standard an, der eine weltweite Referenz in diesem Bereich darstellt. 2010 wurde die ForestFinance Gruppe sogar als eines der ersten Unternehmen weltweit mit dem FSC-Global Partner Award  ausgezeichnet.


Was sind CO2-Zertifikate?

Nicht weiter reduzierbare CO2-Emissionen können durch den Erwerb von so genannten CO2-Zertifikaten kompensiert werden. Diese Zertifikate belegen nachweislich, dass ihr Besitzer eine CO2-Kompensation erbracht hat bzw. diese finanziert. Sie werden allgemein in der Mengeneinheit 1 Tonne CO2 Äquivalente pro Zertifikat gehandelt (s. auch CO2-Fußabdruck).


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